Freitag, 22. Mai 2015

Schweinchenrosa und wilde Möhre

Heute schicke ich Euch mit einem 
ganz speziellen Blumengruß ins XL-Wochenende.

Vom Einkauf bringe ich mir jede Woche, 
solange der Garten noch nichts hergibt, 
 ein paar Blümchen mit. Zu Hause angekommen, 
befreie ich sie erstmal von Folie und Gummis, 
schneide sie an und stelle sie in frisches Wasser. 
Wenn ich Glück habe liegt ein Tütchen Frischepulver dabei, 
diesmal leider nicht.
Auf den beigelegten „Palmenwedel“ 
könnte ich dagegen locker verzichten. 
Der fliegt immer gleich in hohem Bogen in den Mülleimer.



Meistens greife ich nach Rosen oder was die Jahreszeit so hergibt, 
eigentlich in dezenter Farbgebung.
Diesmal waren leider nur schweinchenrosa Gerbera da.
Nun gut, dachte ich, 
nimmste mit und kombinierst mit Pflanzen vom Feldrand.



Als der Einkauf verstaut war,
 hab ich mich auf mein neues Radl geschwungen 
und bin in unseren Naturpark gefahren.
Ich fand wilde Möhre, 
junge Gerste und zwischen lauter weißen Dornbüschen einen in rosa.
Die unteren Büschelchen müssen von den Zweigen ja entfernt werden,
damit das Wasser frischbleibt.
Die hab ich in ein Schälchen mit Wasser
und das wiederum in einen alten Dämpfeinsatz gelegt,
den ich auch ab und zu als Topfuntersetzer verwende.
 



 Auf dem Esstisch steht die zweite Variante.
Die mit Möhre und Gerste.
Schön oder.
Ich finde, durch die wilde Möhre
wird das Rosa entschärft und "knallt" nicht mehr ganz so toll.




Mit wilder Möhre kann übrigens super Sträuße binden üben.
Sie wächst ja fast überall üppig und ist schön buschig.
Sieht auch solo in der Vase oder im Krug wunderbar aus.

Die Sträuße verlinke ich heute mal wieder bei Holunderblütchen, wo schon
viele schöne Blümchen zusammengekommen sind 
und wünsche Euch ein schönes Pfingstfest!

Grit

Montag, 18. Mai 2015

Was willst´n damit? und "Wohnen im Frühlingslook"


Die Frage kennt Ihr bestimmt auch.
Sie wird von unseren lieben Mitmenschen Nase rümpfend gestellt,
wenn wir mal wieder ein Schätzchen vom Flohmarkt, Sperrmüll o.ä.
anschleppen, bei dem sich die wahre Schönheit den meisten Betrachtern
nicht sofort erschließt.


Am Ende folgt dann ungläubiges Staunen der Zweifler über das Ergebnis.
Genauso geht es wahrscheinlich Claudia Mareth des Öfteren,
denn sie zeigt in meinem aktuellen Lieblingsbuch „Wohnen im Frühlingslook“ genau solche Projekte.



Vom Vorherbild über die Umsetzung bis zur Vollendung
beweist sie auf wunderbare Weise, wie man Dingen, die schon abgeschrieben waren, neues Leben einhauchen kann.



Vielleicht fragt ihr euch, warum ich das erzähle, ihr wisst das doch alles schon.
Auch ich hab schon ganz viele ähnliche Projekte verwirklicht 
und nicht wenige Ideen decken sich mit denen im Buch.

in Töchterleins Zimmer

Aber ich hab es mir trotzdem gekauft und für toll befunden, weil es total Spaß macht, die wunderbaren Bilder anzuschauen.
Ich kann nie lange stillsitzen und blättern, weil es mich so motiviert, Schleifer, Pinsel, Tacker, Säge etc. in die Hand zu nehmen und sofort loszulegen.

Treppenaufgang zum Obergeschoss


Und dann kommt wieder das befriedigende Gefühl, aus fast nichts etwas Schönes zu schaffen.
Das habe ich als ehemaliges „Ossikind“ wahrscheinlich mit der Muttermilch eingesaugt, weil wir damals keine tollen Möbelkataloge hatten, woraus man einfach was bestellen konnte.


Außerdem wohne ich viel lieber mit Gegenständen, die meine Handschrift tragen.
Ich tue was gegen die Wegwerfmentalität und es schont  meinen manchmal arg strapazierten Geldbeutel. 


dieses Motiv durfte ich mir für die Leinwand aussuchen

Ab und zu bin ich mir allerdings unsicher, wie ich was gestalten will, gerade wenn es um Farben oder Muster geht. 
Dann tätschelt mir Claudia in Gedanken die Schulter und ein Blick in ihr Buch reicht, 
um mir sicher zu sein.



Der Titel beinhaltet zwar das Wort Frühling, umfasst aber weit mehr als das.
Es werden überwiegend tolle Basics gezeigt, die man das ganze Jahr über nutzen kann.


Und weil ich so begeistert war und ich Wert darauf lege, wenn mir etwas gefällt, 
das auch zu sagen,
habe ich Claudia einfach spontan eine Mail geschickt , 
in der ich meiner Euphorie Ausdruck verliehen habe.

Total positiv überrascht war ich, als ganz liebe Zeilen zurückkamen und ich merkte, 
wieviel Freude ich ihr damit gemacht habe. 


Zum Dank hat sie mir eine Leinwand mit einem reizenden Motiv 
aus ihrem Garten und ganz süße Postkarten geschenkt.
Da war ich nun meinerseits wieder hin und weg und ich freu mich, 
dass es ein weiteres Detail in meinem Zuhause gibt,
 worüber ich eine schöne Geschichte erzählen kann.


  Die Leinwand hängt nun in unserem Eingangsbereich 
über meinem Lieblingshocker
und holt so ein bisschen vom Draußen nach drinnen.
Jeden Tag, wenn ich reinkomme, sehe ich sie
und freue mich über das tolle damit verbundene Erlebnis.
Also sagt bei jeder Gelegenheit, wenn euch was gefällt!
Ihr macht euerm Gegenüber eine riesen Freude!

Ich verlinke den Post noch schnell bei der lieben Nicole,
die einen wunderschönen Blog hat und jeden Monat
tolle Buchtipps sammelt.
Und dann verschwinde ich raus in mein Gärtchen.
Der Weißdorn blüht so herrlich und duftet!!!

 
 
Die Schälchen sind von meiner Schwägerin, die auch mittlerweile weiß,
dass sie mich erst fragt, bevor sie was wegwirft... 
 Ich grüße Euch alle ganz lieb
und drücke Euch die Daumen,
dass ihr auch immer ganz viele Komplimente bekommt.
Grit






Freitag, 8. Mai 2015

Muttertag

 


Ihr lieben Mamas und die, die es gern sein möchten!
Ich wünsche uns allen ein wunderschönes Wochenende
und einen sonnigen Sonntag mit vielen netten Menschen um uns rum
und vielleicht der einen oder anderen kleinen Überraschung.
Ich hab schon mal von meiner Jüngsten
 dieses ausgesprochen gelungene Portät bekommen.
Ich war hin und weg.
Ich werde öfter mit solchen Werken
oder auch ganz entzückenden Liebesbriefen verwöhnt.
Die werden dann nicht unter der Tür durchgeschoben, 
weil bei uns außer die Clotür alle offen stehen,
sondern aufs elterliche Bett gelegt.





Für mich persönlich ist jedenfalls Sonntag ein 3facher Glückstag.
Ich bin sehr dankbar dafür, selbst Mama sein zu dürfen
und auch gleich zwei liebe Mamas auf einmal zu haben (Mama und Schwiegermama).
Ja, ich weiß, ich hab Glück.

Deshalb hab ich mich hingesetzt und ein bisschen zusammengetragen und rumgebastelt,
um euch allen eine Freude zu machen.
 












Und weil ich eine liebe Mama 
und im Grunde meines Herzens auch noch ein Kind bin,
zeige ich euch das Kinderhäuschen, 
das ihr so schön findet endlich mal von innen.



 Ich hab für mein Tochterkind nämlich mal ein bisschen Hand angelegt
und das Innenleben etwas heller und freundlicher gestaltet.

Auf dem Dachboden befand sich ein Bottich mit Marmorbruch.
Den hatte ich aus dem Container vom Nachbarhaus gefischt, als es modernisiert wurde.
Marmor finde ich an sich nicht besonders schön, 
aber als Mosaiksteine gefällt er mir wesentlich besser.

Als ich die Decke und Wände des Häuschens weiß gestrichen hatte,
wurde mir klar, dass der Boden auch nicht so bleiben kann.

Es musste aber unbedingt was sein, 
was Wasser und kleine Dreckfüße locker wegsteckt.
Kurz die Dachbodenbestände gesichtet und es fiel mir wie Schuppen von den Augen.
Also eben diesen Bottich runtergewuchtet und losgelegt.

Nach ca. 1,5 Stunden  war das Werk vollbracht.
Die Teile sind in sich verkeilt, 
sodass alles fest liegenbleibt, wenn man drüberläuft.
Ich bin voll zufrieden.
Und wer sich fragt, was für einen Sinn das Ganze macht.
Mich hat die Arbeit sehr entspannt und 1000-Teile-Puzzle an der Wand
finde ich jetzt nicht gerade sinnvoller.

Und so sieht das Haus fertig aus.




Das Gardinchen hab ich aus einem alten Bettbezug genäht.
Er war schon sehr porös, nur die Stickerei war einigermaßen erhalten.








 Die Hakenleiste hab ich für einsfünfzig im Discounter erstanden, 
angesprüht und mit Serviettentechnik verziert.
Stühle, Bank und Truhe bekamen ein neues Wachstuchkleid.



Die Bilder in den Rahmen auf den Fotos sind geschenkte Postkarten
oder Zeitschriftenausschnitte, viel zu schade, um in der Schublade zu verschwinden.

Damit lasse ich´s für heute gut sein und verschwinde flink ins Wochenende!
Wir lesen uns!
Grit