Freitag, 8. April 2016

das Mädchenzimmer

So, da bin ich wieder.
Habt ihr Zeit?
Ihr kennt das ja,
es kann etwas länger dauern.
Bei uns gab es einige 
feierliche Höhepunkte im Haus,
und auch wieder Renovierungsarbeiten,
sodass ich einfach mal ein paar Freitage übersprungen habe.

Aber heute bin ich wieder da
und zeige Euch endlich ein paar Pics
vom Zimmer meiner kleinen Suse.


Ich hab mit Hilfe vom Baumeister 
tapeziert, den Boden erneuert und umgeräumt.


Möbel wurden gestrichen.

Ich hätte die alte Schulbank von hier gern im Rotton gelassen.
Hat aber sogar nicht in das helle, luftige Ambiente gepasst.


Das Chippendaleschränkchen habe ich mal bei der Auflösung
eines Klosters in der Nähe geschenkt bekommen.
Es war dunkelbraun und sah sehr altmodisch aus.


Diesen Schrank hab ich dagegen zweifarbig gestrichen.
Er war mal ein Grammophonschrank, ist über 100 Jahre alt
und beherbergt nun die Barbie- und Büchersammlung meiner Süßen, was für eine Karriere:)
In der unteren Tür besteht die Füllung jetzt aus angetackertem Jeansstoff,
den ich je nach Laune einfach austauschen kann.


Dieses nette Ensemble hab ich einheitlich in creme und flieder gestrichen.
Der Stuhl vom Trödler war vorher blau, 
das Tischchen auf Rollen von meiner Mama dunkelbraun
und die kleine Kommode vom Flohmarkt rot lackiert.
Den Spiegel aus dem Bastelladen hab ich einfach oben aufgesetzt. 
In den Schubfächern wohnen Haargummis, Spangen und Co. 

Das Kinderbettchen hat schon vor ein paar Jahren am Straßenrand auf mich gewartet.
Es hat genauso Rollen, wie seine große Schwester in schwarz...



...in dem die Süße schläft.
Vor ihr haben schon die Jungs,
als sie noch klein waren, süße Träume drin gehabt.
Ich hatte ja noch kein Mädchen,
wollte aber unbedingt dieses Bett...

Dazu gibt es auch eine kleine Geschichte.

Es ist schon über 10 Jahre her,
da hab ich auf einem Flohmarkt mal was verkaufen wollen.
Das Bett vom Nachbarstand lächelte mich die ganze Zeit an.
Aber ich wollte ja VERkaufen.
Dieser gute Vorsatz hielt nur bis kurz vor Schluß,
denn da war das Bett immer noch da 
und der Händler überließ es mir für die Hälfte,
weil er es nicht wieder einpacken wollte. 
Genau den Betrag hatte ich an dem Tag eingenommen
und so ging ich zwar ohne Gewinn 
aber mit einem schönen Bett nach Hause.
Fand ich in Ordnung.
Der Liebste war nicht ganz so erfreut, wie ich...


 Das rosa Buffet hatte ich ja schon mal kurz gezeigt.
Ihr ahnt es, es war auch dunkelbraun. 
Jetzt wirkt es nicht mehr so globig 
und kuschelt sich schön unter die Schräge.
Als Stauraumwunder verwahrt es Schneckies Klamotten,
 Bettwäsche UND diverses Spielzeug.
Das kleine Nachtschränkchen daneben 
war ursprünglich lachsfarben, schüttel.



Es gibt durchaus Dinge in unserem Haus, die ich im O-ton lasse,
wie mein Schubladenschrank hier
oder diesen Stützbalken mitten im Raum.
Wenn´s passt, wird nicht gepinselt.



Die Deckenlampe war einfach nur ein nackter Lampenschirm,
den ich mit Pünktchenstoff bezogen habe.
Durch das weiße Leinenband sieht er ein bisschen aus, 
wie ein luftiger Sommerhut.
Das mag ich.


 Zwei alte Bekannte, Pappschachtel und Kabeltrommelhocker von hier und hier.

So, der Rundgang ist beendet
und ich hoffe, ihr seit entschädigt worden für´s lange Warten.
Und weil der Post eh schon ziemlich lang ist,
pack ich jetzt noch meine aktuelle Freizeitbeschäftigung obendrauf,
auch auf die Gefahr, dass ihr die Kinderzimmerbilder jetzt schlagartig vergesst.

Da hat sich nämlich jemand Neues in mein Herz geschlichen...



Darf ich vorstellen: "Lissy", ein sanftmütiger, neugieriger und gelehriger Rottweiler-Schäferhundmix.
Sie gehört lieben Freunden von uns und ich hab die Urlaubsbetreuung übernommen.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und so ein treues, bedingungsloses Wesen
fehlt mir eigentlich schon lange.
Da wir leider keinen eigenen Hund haben können,
ist diese Kompromisslösung eine sehr gute für mich.
Und so nehme ich meine Aufgabe ernst und gehe regelmäßig
im Naturparkt mit ihr spazieren,
obwohl ihre Familie schon längst aus dem Urlaub zurück ist :)


Gestern haben wir im Naturpark diese Hasenfamilie beobachtet.
Am liebsten wären wir ja mit rumgesprungen,
aber das hätte ihnen wahrscheinlich nicht so gefallen.


Also sind wir weiter unseres Weges gezogen.
Und Euch lass ich nun auch endlich eurer Wege ziehen.
Ich wünsche Euch ein herrliches frühlingshaftes Wochenende
und bedanke mich für euer Interesse und Ausdauer.

Grit